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Der Schneefall geht zurück, doch der Winter bleibt
Deutschlands Winterwetter ändert sich: Gegenüber den 50er Jahren ging die Zahl der Tage mit Schneefall um rund ein Drittel zurück.
Voreilige Autofahrer leiten daraus den Verzicht auf Winterreifen ab. Auf kalten, nassen Straßen müssen Sommerreifen jedoch deutliche Sicherheitseinbußen im Vergleich mit Winterreifen hinnehmen. Die Abwesenheit von Schnee bedeutet nicht, dass sich der Winter in die höheren Regionen zurückgezogen hat. Kalte, trockene und kalte, nasse Tage machen inzwischen 85 Prozent des Winterwetters aus.
Und nicht nur das Klima spricht für die Winterreifen: Um die Umwelt zu schonen, werden immer weniger Taumittel eingesetzt. Seit 1997 werden die Straßen in Deutschland nach Dringlichkeitsstufen gestreut und geräumt. Salzstreuung findet auf wichtigen und gefährlichen Straßenabschnitten statt, auf Nebenstraßen wird geräumt oder Splitt gestreut. In reinen Wohngebieten gibt es teilweise keinen Winterdienst mehr. Damit verlagert sich die Verantwortung auf die Autofahrer: Angepasstes Fahren und leistungsfähige Winterreifen sind wichtiger denn je, da ab der nächsten Kreuzung der Winterdienst schon eingestellt sein kann.
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