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Neues im Jahr 2012

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Ratgeber: Veränderungen 2012

Alles neu im neuen Jahr

Autofahrer müssen sich ab dem kommenden Jahr auf neue Regelungen einstellen. ACE LENKRAD gibt einen Ausblick auf die wichtigsten Neuerungen, die 2012 bringen wird.


In einem Punkt sind sich Politik und Verkehrsteilnehmer ei­nig: Im nächsten Jahr soll alles besser werden. Mehr Sicherheit auf den Straßen und größere Gerechtigkeit bei der Ahndung von Verkehrsdelikten stehen auf der Wunschliste, ebenso wie wirkungsvolle Maßnahmen zum Schutz des Verbrauchers. Und was kommt im nächsten Jahr tatsächlich auf uns zu?

Mit Sicherheit zu erwarten ist eine Novellierung der Straßenverkehrsordnung. Bislang vorliegenden Informationen zufolge soll unter anderem das Dilemma der unzeitgemäß engen linken Spuren in Autobahnbaustellen aus der Welt geschafft werden. Im Gespräch ist sowohl eine Erweiterung der Breitenangabe der Beschilderung um eine Dezimalstelle auf 2,10 Meter als auch eine faktische Verbreiterung der linken Spur, wo es möglich ist.

Ebenfalls für 2012 dürfen Autofahrer mit einer Überarbeitung des Bußgeldkataloges rechnen. Die Anzahl der Punkte soll künftig in engerem Zusammenhang zur Schwere des Delikts stehen. Fahren unter Alkoholeinfluss dürfte künftig härter geahndet werden. Nachdem bisherige Gesetzestexte von Gerichten bemängelt wurden, feilt man offenbar an geeigneten Formulierungen.

An sich schon für 2011 geplant, soll das Wechselkennzeichen nun im Jahr 2012 kommen. Den Familienetat wird die Maßnahme kaum entlasten: Das Finanzministerium stellte schon klar, dass trotz der neuen Regelung für jedes Kraftfahrzeug Steuern zu berappen sind. Auch die Versicherungen deuten an, dass es in Deutschland keine Lösung nach alpenländischem Vorbild geben wird. Während in Österreich und der Schweiz nur der Tarif für das teuerste per Wechselkennzeichen bewegte Fahrzeug erhoben wird, sieht es in Deutschland nach der Beibehaltung von Einzelverträgen aus. Immerhin sollen Rabatte gewährt werden.

Voraussichtlich zum 1. April entfällt bei der Hauptuntersuchung die Rückdatierung bei einer Überschreitung des regulären Fälligkeitsdatums. Wer danach mehr als zwei Monate zu spät zum HU-Termin erscheint, wird jedoch mit einem Gebührenaufschlag von 20 Prozent bestraft. Begründet wird dies mit nötigen weitergehenden Untersuchungen säumiger Fahrzeuge. Beim Umfang der Hauptuntersuchung gewinnt die Überprüfung der eingebauten Sicherheitssysteme wie ABS, ESP und Airbag an Bedeutung. Zudem werden die Bremsleistungen an der Vorder- und Hinterradachse künftig in Bezug zueinander gesetzt. Im Prüfbericht sollen festgestellte Mängel detaillierter aufgeführt werden.

Nur noch eine Rechtsverordnung fehlt, um der im Juli 2011 in Kraft getretenen Neuregelung des Bundesfernstraßengesetzes zur Gültigkeit zu verhelfen. Die Maut Pflicht für Lkw ab zwölf Tonnen erweitert sich dann auf fast alle aus Bundesmitteln gebaute Straßen. Eine Maut für Pkw dagegen ist noch nicht spruchreif.

Für Fahrzeuge, die ab dem kommenden Jahr erstmals zum Verkehr zugelassen werden, reduziert sich der steuerfreie CO2-Wert auf 110 g/km. Für Diesel-Pkw, die die Euro-6-Norm erfüllen, gilt noch bis Ende 2013 eine befristete Steuerbefreiung in Höhe von maximal 150 Euro.

Pendler, die abwechselnd mit dem eigenen Fahrzeug oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit fahren, müssen keinen täglichen Nachweis mehr führen. Künftig sollen die Finanzämter prüfen, ob dem Steuerzahler die Berücksichtigung der tatsächlichen Kosten oder die Pendlerpauschale mehr nutzt. Für beide Möglichkeiten gilt jedoch die nicht mehr überschreitbare Bemessungsgrenze von 4500 Euro.

Nach der Energieverbrauchskennzeichnung für Neu-Pkw, die bereits seit dem 1.12.2011 gilt, sollen ab November 2012 Autoreifen EU-weit mit einer Kennzeichnung versehen werden, die über Kraftstoffeffizienz, Geräuschentwicklung und Traktion informiert. Fachleute befürchten, dass es des grünen Anstrichs zuliebe zu Kompromissen kommt, die mit Abstrichen an die Fahrsicherheit behaftet sind.

Nicht jede Veränderung übrigens muss eine gesetzliche Vorschrift zur Grundlage haben. Immerhin ist der Jahreswechsel traditionell die Zeit der guten Vorsätze. Spritverbrauch, Sicherheit und Strafmandate hängen auch von der eigenen Fahrweise ab – mit ein bisschen mehr Gelassenheit wird das nächste Jahr bestimmt ein gutes.


Quelle:ACE-online.de






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